Ob in der Privatwohnung oder in Wohnanlagen: Will man barrierefrei bauen, gehören bodengleiche Duschen und schwellenfreie Übergänge längst zum Standard-Programm. In Zeiten der zunehmenden Vernetzung rückt eine weitere Frage in den Fokus der Gebäudeplaner: Wie kann ich dem Bewohner durch den gezielten Einsatz von Technik den Alltag erleichtern? So leistet zum Beispiel auch das Rollladen- und Sonnenschutzhandwerk einen entscheidenden Beitrag zur barrierefreien Wohnung: Indem sich die Beschattung auf Tastendruck oder sogar völlig automatisch bewegt, bleiben den Bewohnern unnötige Wege erspart.
Die passende Technik im Privathaushalt
Ein wichtiges Kriterium für die Barrierefreiheit bei automatisiertem Sonnenschutz ist die nutzerfreundliche Steuerung: Die Tasten auf den Hand- oder Wandsendern sollten für Menschen mit eingeschränktem Sehvermögen möglichst groß und haptisch hervorgehoben sein. Hinzu kommen gut lesbare Displays und Beschriftungen. Funktional sind Mehrkanalsender, mit denen sich einzelne Rollläden unabhängig voneinander mühelos bedienen lassen, wie beispielsweise der VarioTel von elero. Hier ist eine deutlich erkennbare Aufschrift wichtig – der Nutzer muss klar ablesen können, welche Kanäle den einzelnen Behängen zugeordnet sind.
Ausgeklügelte Technik managt Wohnanlagen
Komplexer gestaltet sich die Ausgangssituation in großen Wohnanlagen wie Seniorenwohnheimen. Hier müssen sich Rollläden oder Sonnenschutz sowohl zentral steuern lassen als auch individuell regulierbar sein. Beim Einsatz von Wettersensoren kommt eine weitere Herausforderung hinzu: Die Sonneneinstrahlung variiert entsprechend der Tageszeit und ist abhängig von der Ausrichtung der Fassade – ein einzelner Sensor reicht hier also nicht aus. Die Lösung: Zentralsteuerungen wie die Objecta von elero. Vier getrennte Kanäle sorgen für die Auswertung der Wettereinflüsse. Dabei können die Sensoren je nach Bedarf kombiniert werden – etwa vier Sonnensensoren mit einem oder mehreren Windsensoren in exponierter Lage. Wird die Zentralsteuerung mit passenden Hand- oder Wandsteuerungen gekoppelt, kann der Nutzer den Sonnenschutz weiterhin individuell bedienen.
Bus-System verknüpft verschiedene Geräte
In modernen Wohnanlagen kommt häufig eine noch umfassendere Technik zum Einsatz: der Schnittstellenstandard SMI (Standard Motor Interface). Dieser ermöglicht eine störungsfreie Verbindung zwischen verschiedenen Geräten, da die Signale über die einheitliche Schnittstelle ausgetauscht werden – von der Steuerung zum Antrieb und umgekehrt. Über ein SMI-System lässt sich auch der Sonnenschutz in ein umfassendes Gebäudemanagementsystem integrieren und in Abstimmung mit anderen Komponenten wie Klimaanlage und Heizung problemlos steuern. Das Rollladen- und Sonnenschutzhandwerk wird so zu einem wichtigen Wegbereiter in Sachen Barrierefreiheit – sei es in den eigenen vier Wänden oder in Wohnanlagen.
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