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Fensterfronten in Zug (Schweiz)
Natur so weit das Auge reicht
Automatisierte Senkrechtmarkisen ermöglichen Glasarchitektur

Spektakuläre Glasbauten mit Blick auf den Zugersee und die Schweizer Alpen: Die Eigentumswohnungen an der Waldheimstraße in Zug zeigen, dass sich eine futuristische Fassadengestaltung und naturnahes Wohnen nicht ausschließen müssen. Drei neue Wohngebäude stehen am Hang über der Stadt in unmittelbarem Kontakt zum Waldrand, räumlich differenziert in gestaffelten Ebenen. Während die Natursteinfassade eine harmonische Einheit mit der Umgebung bildet, sorgen imposante Schiebefenster für den freien Blick in die Naturidylle.

Der Nachteil solch transparenter Fensterfronten liegt in der hohen Licht- und Wärmedurchlässigkeit. Um den eindrucksvollen Glasbau bewohnbar zu machen, musste der Zuger Architekt Philipp Brühwiler eine ausgeklügelte Sonnenschutzlösung entwerfen: An der Fassade kommen automatisierte Senkrechtmarkisen zum Einsatz, die von rund 500 elero-Antrieben nach der aktuellen Wetterlage bewegt werden. Ziel des Systems ist es, den Sonnenschutz für das ganze Gebäude zentral zu automatisieren, den Bewohnern aber zugleich die Möglichkeit der individuellen Steuerung zu geben.

Das Herz der Automatisierungslösung für die drei Gebäude ist jeweils die Zentralsteuerung Objecta. An ihr sind ein Wind-, Regen- und Frostsensor pro Gebäude sowie ein Sonnensensor für jede Fassade angeschlossen. Diese Wetterwächter registrieren die Wetterlage und geben ihre Messwerte an die Zentralsteuerung weiter. Hier sind die jeweiligen Schwellenwerte festgelegt, nach denen die Senkrechtmarkisen bewegt werden. So ist mit Hilfe weniger Sensoren der komplette Sonnenschutz an den Gebäuden vor Wind und Regen geschützt, die Bewohner hingegen vor zu starker Sonneneinstrahlung und unangenehmem Blendlicht.

Die Schwellenwerte für das Öffnen und Schließen der Senkrechtmarkisen können die Bewohner selbst unterhalb der maximalen Vorgaben der Zentralsteuerung variieren. Es bleibt also den Nutzern überlassen, ob sie den Sonnenschutz der Zentralsteuerung anvertrauen oder nach eigenem Empfinden regulieren. Dabei lässt sich die Automatik bei Bedarf auch per Schiebeschalter völlig ausschalten und der Sonnenschutz manuell über ein Wandgerät steuern – so dass der Mensch die Technik beherrscht, nicht umgekehrt. Ausnahme sind die Sicherheitsfunktionen, die auch bei Deaktivierung der Automatik weiterhin ihren Wachdienst verrichten.


Weitere Informationen:

Bildmaterial: Fensterfronten
Bildmaterial: Senkrechtmarkisen
Bildmaterial: Objecta

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